Publikationen / Vorträge
Praktische Methoden der Jungenarbeit:
Jens Krabel:
Müssen Jungen aggressiv sein?

Eine Praxismappe für die Arbeit mit Jungen, Verlag an der Ruhr, Mühlheim 1998
Eine seit Erscheinen weit verbreitete praktische Handreichung zur Jungenarbeit, die sich dadurch auszeichnet, dass sie nach einer knappen, aber klaren Positionierung des Ansatzes zu Beginn vor allem ausführliche Methodenbeispile für die verschiedensten Thematiken der Jungenarbeit gibt:
Vorbilder / Gefühle / Körperarbeit / Sexualität / Mädchenwelten u.a.
Alle Methoden sind mit Angaben zu Altersgruppen, Zeit- und Materialbedarf versehen, so dass sie den praktischen Erfordernissen von LehrerInnen und SozialarbeiterInnen dienen.
Die Methoden sind erprobt in der Altersgruppe 6-14 Jahre und lassen sich durch leichte Modifikationen anpassen.
Das als Kopiervorlage enthaltene Spiel "Liebe / Freundschaft / Sexualität ist in der Praxis immer wieder ein "Renner".
Das Buch ist in jeder Buchhandlung zu bestellen oder direkt beim Verlag an der Ruhr: http://www.verlagruhr.de
Inhaltsverzeichnis
Zur Debatte um Männer als Erzieher:

Jens Krabel; Olaf Stuve (Hrsg.):
Männer in "Frauen-Berufen der Pflege und Erziehung",
Opladen 2006, Budrich -Verlag.
Inhaltsverzeichnis
Theoretische Beiträge zu Konzepten geschlechterdifferenzierter / queer-orientierter Jugendarbeit:

Olaf Stuve, Jens Krabel:
Der Begriff der männlichen Identität in der Männerforschung - Ansätze einer nicht-identitären Jungenarbeit
in: Die Philosophin - Forum für feministische Theorie und Philosophie, Heft 22, 11.Jg. Oktober 2000, Tübingen
Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konzept "männlicher Identität", welches den meisten Ansätzen von Jungenarbeit zu Grunde liegt. Die Analyse des Konzeptes zeigt, dass es trotz durchaus emanzipatorischer Zielsetzungen der jeweiligen AutorInnen durch die Untermauerung heteronormativer und identitärer Vorstellungen von dem, was "Geschlecht" sein soll, kontraproduktiv ist in Bezug auf eine Option menschlicher Entwicklungschance, die es noch zu entwickeln gilt. Die aktuelle Zielsetzung bleibt deshalb in der (provokanten) Negation: "Das Ziel ist: kein Junge"

Olaf Stuve:
Queertheory und Jungenarbeit - Versuch einer paradoxen Verbindung
in: Bettina Fritzsche, (u.a): Dekonstruktive Pädagogik - Erziehungswissenschaftliche Debatten unter poststrukturalistischen Perspektiven, Opladen 2001
Versuch, die Ansätze nichtidentitärer Jungenarbeit (s.o.) mit theoretischen Elementen der queer-theory in Beziehung zu setzen. Der Aufsatz geht exemplarisch am Beispiel der Körperarbeit darauf ein, was dieser Ansatz für die praktische Jungenarbeit bedeuten kann.

Jens Krabel, Sebastian Schädler:
Alles gender? oder was?
Theoretische Ansätze zur Konstruktion von Geschlecht (ern) und ihre Relevanz für die Praxis in Bildung, Beratung und Politik,
in: Dokumentation einer Fachtagung der Heinrich-Böll-Stiftung und des „Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse" am 9./10. März 2001 in Berlin

Dokumentation eines Vortrags, in dem mit Bezug zu praktischen Problemen der Jungen und der Arbeit mit Jungen darauf eingegangen wird, wie die Auseinandersetzung mit "Geschlecht" gefördert werden kann, ohne in (vermeintlich kritisch gewendeten) neuen Leitbildern "männlicher Identität" zu enden. Wie können Elemente identitätskritischer feministischer Positionen (der Diskurs um Judith Butler ff.) methodisch so umgesetzt werden, dass Kinder und Jugendliche sich darin wiederfinden?
Öffnen zu runterladen: www.boell.de/downloads
Beiträge zur Debatte des Gender Mainstreaming:

Pat-Ex Autorenkollektiv: Die Ressource der männlichen Identität - identitätskritische Perspektiven in Gender Trainings
in: Netzwerk Gender Training (Hg): Geschlechterverhältnisse bewegen - Erfahrungen mit Gender Training, Ulrike Helmer Verlag, Königstein 2004, S.71-88

Beiträge zur Debatte um männliche Sozialisation, Jungenarbeit und Gewalt:

Sebastian Schädler:
Nur mit Jungen zu arbeiten ist kein Programm, oder: Qualität durch Patriarchatskritik

Dokumentation des Vortrags auf der Jugendhilfekonferenz des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg 12.7.2000: „Ein weites Feld -Möglichkeiten und Chancen zur Neugestaltung der Jugendhilfe im Fusionsprozess"
Versuch, qualitative Kriterien für Inhalte, Umstände und Ressourcen sinnvoller Jungenarbeit zu formulieren. Insbesondere die Person des Jungenarbeiters / der Jungenarbeiterin wird erörtert: notwendig ist immer auch eine persönliche Kritik patriarchaler Lebensentwürfe auch bei der eigenen Lebensgestaltung. Damit wird emanzipatorische Jungenarbeit mit politisch-emanzipatorischen Zielsetzungen verkoppelt.

Sebastian Schädler:
Männliche Sozialisation und Gewalt,
in: Landeskommission Berlin gegen Gewalt (Hrsg): Dokumentation Nr.6 des 3. Berliner Präventionstages am 14.11.2002, S.100-109, Berlin 2003
Ansicht / Kontakt: www.berlin-gegen-gewalt.de

Zur Verbindung von geschlechterbewußten mit allgemeiner Anti-Bias-Arbeit:

Jan Kasiske; Jens Krabel:

Kinder, Kinder, Kinder. Anti-Bias-Arbeit als Wegbereiter zu einem Paradigmenwechsel in der geschlechtsbewussten Arbeit mit Jungen.
in: Jan Kasiske; Jens Krabel; Anita Reddy (Hrsg) (2002): Vom Süden lernen. Erfahrungen mit einem Antidiskriminierungsprojekt und Anti-Bias-Arbeit, S. 82-88,
Zu beziehen über: Inkota-Netzwerk e.V. Greifswalder Str.: 33a 10405 Berlin bzw. www.inkota.de

Dieser Band enthält neben dem Artikel zu Anti-Bias-Arbeit und Jungenarbeit Beiträge zur Geschichte der Anti-Bias-Arbeit, ihrem theoretischen Hintergrund und Erfahrungsberichte, die ExpertInnen in ihrer beruflichen Praxis und in speziellen Trainings mit dem Anti-Bias-Ansatz gemacht haben.
Subjektive Erfahrungsberichte zu Jungen-Projekttagen und -wochen:

Projektwoche "Liebe-Freundschaft - Sex" (Jo Erath und Andreas Hechler) download hier





Projektwoche "Respect" (Jo Erath und Andreas Hechler)
Dieser Projektbericht hat im Frühjahr 2007 durch eine sinnentstellende Zitierung im SPIEGEL für lebhafte Debatten gesorgt, die zu massiven Vorwürfen an unsere KollegeInnen von Dissens e.V. führten. Einer Kritik des kulturellen Konzepts "geschlechtsspezifische Identität" wurde unterstellt, die "Identität" im Sinne der Persönlichkeit von Individuen zerstören zu wollen, was absurd ist.
Bei Interesse kann der Bericht von Pat-Ex e.V. angefordert werden.
Siehe auch die Stellungnahme von Dissens e.V. : hier der link.
Kopien bestellen:e-mail an Pat-Ex e.V